MARJORIE CHAU

Licht, Klang, Video, Textil, Performance und Choreographie verbinden sich in den Kreationen von Marjorie Chau zu einzigartigen Kompositionen. Dabei bedient sie sich einer persönlichen Ausdrucksweise, in die, ausgehend von Kostümen von hoher szenischer Wirkkraft, choreografische Elemente, Licht, Ton und Video einfließen. Den Kern ihres künstlerischen Ausdrucks bilden raumgreifende Installationen, wobei die Objekte ihre szenische Wirkung durch große Dimensionen in einer Art skulpturaler Präsenz entfalten. Auf diese Weise entstehen beeindruckende surreale Figuren, die mit der visionären Kraft einer imaginären Welt in die Realität einbrechen. Die Mythologie Chiles, des Herkunftslandes der Künstlerin, prägt ihre visionären Traumwelten. In der Kunst von Marjorie Chau verbinden sich auf fantastische Art und Weise indigene und spirituelle Einflüsse mit aktuellen, urbanen und soziokulturellen Themen und schaffen so vollkommen neue Perspektiven.

Marjorie Chau, geboren 1979 in Santiago de Chile, studierte Schauspiel an der dortigen Universität Arcis. Von 1998 bis 2001 hat sie mit Carla Lobos, einer bekannten Butoh- Choreografin, zusammen gearbeitet. 2001 folgte sie einer Einladung an das Antagon-Teater in Frankfurt am Main. Seit 2002 lebt und arbeitet sie in Berlin. Von 2002 bis 2007 war sie Teil des Ensemble von Minako Seki, einer der Hauptvertreterinnen des Butoh-Tanzes in Europa. In der Zeit von 2003-2004 arbeitete sie auch am Ikaron-Theater, unter Regie von Carlos Medina. 2005 gründete sie eine erfolgreiche Performance-Gruppe, Dulce Compañia, ein Projekt zwischen Tanz und Akrobatik, welches sich hauptsächlich durch ihre eindrucksvollen Kostümkreationen defniert. 2008 und 2010 gewann sie jeweils den Preis für die beste Inszenierung des Berliner Karnevals der Kulturen. Ihre Erfahrungen mit Kostümen und Inszenierungen vermittelt sie auch als Lehrerin.

Ab 2012 entwickelte sie sich als Künstlerin in einer individuelleren, persönlicheren und unabhängigen Richtung weiter. Mit interaktiven Installationen, Videomapping, Licht, Ton, Textil und Performance, formt sie ihre eigene Ausdrucksform. Der Kontrast aus harmonischer, folkloristischer Bild- und Raumkomposition unter Verwendung von ökologisch kritischem Material wie Plastik, als Symbol für Umweltverschmutzung, schafft eine kohärente, utopische Atmosphäre. Diese Synästhesie lässt einen in die spirituelle und philosophische Ideenwelt von Marjorie Chau eintauchen. Ein mystisches Universum - eine Transformation aus mythologisch geprägter Erzählung, soziokultureller Gesellschaftskritik und komplexer Raumerfahrung.

Seither erarbeitete sie unter anderem folgende Projekte:

Aguaviva - Videomapping-Installation, 2018 Alma - Textil- und Videomapping-Installation, 2018 Viaje ilusión & Hope - Videomapping-Installation, 2018 El Arcángel - Skulpturale Textil-/Kostüm-Installation, 2017 Caleuche - Interaktive Installation/Performance, 2016 Madre & Naufrago - Installation/Performance, 2015 Picoya & Millalobo - Installation/Performance, 2015 Naufrago - Interaktive Installation, 2015 Noptico - Performance, 2014 Licht & Schatten - Performance, 2013

Zu ihren aktuellen Ausstellungen zählen:

Alma, Zionskirche, Berlin, DE, 2018 Viaje ilusión, Hope, „Potsdamer Lichtspektakel 2018“, Brandenburger Tor, Volksbank, Potsdam, DE, 2018 Aguaviva, „Berlin Leuchtet 2018“, Potsdamer Platz, Berlin, DE, 2018 Naufrago, nominiert für den „Art of Engineering-Preis 2018“, Ferchau, 2018 Naufrago, „Potsdamer Lichtspektakel 2017“, Platz der Einheit, Potsdam, DE, 2017 Naufrago, „Berlin Leuchtet 2017“, Potsdamer Platz, Berlin, DE, 2017 Caleuche, „Berlin Leuchtet 2016“, Ernst-Reuter-Platz, Berlin, DE, 2016 Caleuche, „Nordart 2016“, Carlshütte, Büdelsdorf, DE, 2016 Caleuche & Naufrago, „Luminale 2016“, Naxoshalle, Frankfurt, DE, 2016 Arcangel, „engel & angeli 2016“, Sparkasse Südtirol / cassa di risparmio, Bozen, IT, 2016 Caleuche, „Inside Lottozero 2016“, Lottozero, Bozen & Prato, IT, 2016 Caleuche & Naufrago, „We Skirt Together“, MeboCenter, Bolzano, IT, 2015 Licht & Schatten, „Underground- En Danse. Forestilling For Tre Solister“, Bergen, NO, 2014