Marjorie Chau (1979, Santiago del Chile, CL; lebt und arbeitet seit 2002 in Berlin) konstruiert überdimensionale visionäre Traumwelten. Dabei bedient sie sich einer persönlichen Ausdruckssprache, in die, ausgehend von Kostümen von hoher szenischer Wirkkraft, choreografische und performative Elemente, interaktive Installationen, Ton und Video einfließen. Chau studierte Schauspiel an der Universität Arcis in Santiago del Chile und war von 1998 bis 2001 als Assistentin von Carla Lobos, eine Butoh-Choreografin, tätig. Seit ihrer Übersiedlung nach Berlin hat sie bei mehreren Inszenierungen der Aufführungen von Minako Seki mitgewirkt, einer der Hauptvertreterinnen des Butoh-Tanzes in Europa. Sie gründete 2003 eine erfolgreiche Kompanie, ein Projekt zwischen Performance, Tanz und Akrobatik (trat in Museen, auf verschiedenen Festivals und Events auf); 2008 und 2010 gewann sie mit dieser den ersten und zweiten Preis des Berliner Karnevals der Kulturen. Ab 2012 entwickelte sie sich als Künstlerin in einer individuelleren, persönlicheren und unabhängigen Richtung weiter .
Text: Alessandra Tempesti

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